Van de Velde Spaziergang an der Bauhaus Uni Weimar
Der werkbund.jung wandelt auf den Spuren Henry Van de Veldes in Weimar! Wer ebenfalls Lust auf diesen interessanten Spaziergang hat: Die Führung findet von April bis November jeden Samstag mit Treffpunkt am Bauhaus Atelier der Uni Weimar statt. Mehr Infos hier.

Materialität als Potenzial. Methoden zur qualitativen und quantitativen Erhebung von Bausubstanz.
Freitag, 4. Mai 2012, ab 19 Uhr in der M2 Marienstr. 2, Weimar
Workshop, Gespräch, Hands-On mit Christian Gattringer und Marc Werner, Akademie der Bildenden Künste Wien
Materialität als Potenzial. Methoden zur qualitativen und quantitativen Erhebung von Bausubstanz.

Was tun mit den „Big Boxes“, die die Moderne hinterlassen hat? Alte Fenster reparieren oder entsorgen? Viele Faktoren, wie etwa der Zustand von Bausubstanz, Nutzungswandel und oder das sich ändernde ästhetische Empfinden legen nahe, den Wert von Architektur neu zu überdenken. Mittels experimenteller Formen der Darstellung lassen sich die umfangreichen Kennwerte von Materialien leicht und verständlich grafisch darstellen.
Diese Diagramme könnten als eine objektive Bewertungsgrundlage für den nachhaltigen Umgang mit dem Bestand herangezogen werden und gehören damit zum wichtigsten Werkzeug der Entwerfer von Morgen.
Der *Werksalon ist eine studentische Projektwerkstatt des deutschen werkbund jung. Ab Sommer 2013 widmet er sich der Gestaltung einer Musterwohnung in der M2 an der Schnittstelle zwischen Material und Entwurf, zwischen Maurerkelle und Masterplan. Lasst euch Euren Wohnraum nicht kaputtsanieren! info@werkbundjung.de
Ausstellung City Scapes
04.05.-21.06.2012 – Raul Gschrey im CWO, ATELIERFRANKFURT, Pförtnerloge II
Eröffnung: Fr. 04.05. 19.00

Ein Überwachungsmonitor zeigt Blicke in menschenleere Straßen – die Überwachungskamera zieht mechanisch ihre Kreise. Doch wohin blickt das künstliche Auge und wo sind die Akteure, die die zweite Natur mit leben füllen? Die Stadt ist ein großer Spielplatz für kleine Handlungen. Ein Organismus, der Verhalten formt und herausfordert. Doch was, wenn überraschende Verhaltensweisen in den Alltag einbrechen, wenn Handlungen nicht klar zuordenbar sind? Ignorieren, mitmachen, Verantwortung delegieren? Einfach die Leiter anstellen, Folie, Klebeband – und schon wird ein Dialog aus einer einseitigen Beobachtung. Oder den Bohrer rausholen und mal nachschauen was denn hinter den Kulissen unserer Stadt passiert. Den eigenen Bewegungsspielraum einschränken und Reaktionen provozieren, oder ein, zwei Kameras „schießen“. In der Ausstellung wird die neu entwickelte interaktive Videoinstallation „großstadt en miniature“ gezeigt in der die Betrachter durch die Straßen einer panoptischen Stadt navigieren können. Dazu werden Arbeiten zu Irritationen im urbanen Raum gezeigt, zu Blicken und Gegenblicken, Interventionen, die sich mit städtischem „Mobiliar“ auseinandersetzen und ungewohnte Dialoge eingehen.
Raul Gschrey arbeitet als Künstler, Kurator und Geisteswissenschaftler an gesellschaftlich relevanten Themen. Er ist aber auch im Bildungsbereich aktiv, u.a. an der FH Frankfurt und im Gallus Zentrum. Seine Projekte verwirklicht er mit unterschiedlichen Partnern. Die Künstlergruppe „spez.lab“ und der „wb.jung – deutscher werkbund hessen“, bilden hierbei feste Größen. Mit diesen konnte er in letzter Zeit unter anderem die Ausstellungsplattformen „toll – galerie für zeitgenössische kunst“ in Frankfurt und Mainz und das interdisziplinäre Ausstellungs- und Publikationsprojekt „grenzlinien“ realisieren. In seinen künstlerischen Arbeiten der letzten Jahre untersuchte er das Phänomen der visuellen Überwachung im öffentlichen Raum und erprobte Subversionen. Dieser Fokus erweitert sich zusehends auf die Untersuchung von Grenzräumen und Migration. Seine Arbeiten reichen über den Raum der Galerie und des Museums hinaus, in den öffentlichen Raum hinein. Der Künstler wird als sozialer Akteur begriffen, der seine speziellen Mittel nutzen kann, um sich in politische und soziale Diskussionen einzubringen. Die Positionen Gschreys waren in Deutschland, aber auch international in Gruppen und Einzelausstellungen zu sehen.
Weitere Infos: www.gschrey.org
Wieder da! Die Wohnung für das Existenzminimum

Der Frankfurter Verlag Englert & Schlosser, der seinerzeit in großer Zahl das Thema der Moderne in Architektur und im Siedlungsbau behandelte,´publizierte mit diesem Katalog eine Zusammenstellung der Ergebnisse des II. Congrès International d’Architecture Moderne, der vom 24. bis zum 26. Oktober 1929 in Frankfurt am Main abgehalten wurde. Herausgeber waren das Städtische Hochbauamt und die Internationalen Kongresse für Neues Bauen. Das Thema der Tagung „Die Wohnung für das Existenzminimum“ vereinigte unter der Leitung von Ernst May internationale Architekten, die sich der Frage nach den Grundbedürfnissen im Wohnungsbau widmeten. Die anschließende Ausstellung im Werkbundhaus zeigte 105 Grundrisse im Maßstab 1:10, von denen 100 im Maßstab 1:100 in dieser Publikation abgedruckt und mit Kommentaren in deutscher, französischer und englischer Sprache versehen wurden.
Die einleitenden Texte lieferten Siegfried Giedion und Ernst May, danach schlossen sich Referate an, die auf dem Kongress gehalten und für die Veröffentlichung 1930 überarbeitet wurden. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums veranstaltet die ernst-may-gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Werkbund Hessen e.V. sowie dem Institut für Kunstgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 22. bis 24. Oktober 2009 einen Nachfolgekongress unter dem Titel „Neues Wohnen 1929/2009“, der auch zu aktuellen Fragestellungen des urbanen Wohnens Stellung bezieht. Der dem Werkbund Hessen assoziativ angegliederte werkbund.jung nimmt sich das Ereignis ebenfalls zum Anlass, um in einer ergänzenden Ausstellung mit dem Titel „wohnen. aber wie?“ einen Beitrag zu retrospektiven und aktuellen Fragestellungen sowohl zum Wohnbedürfnis als auch zur Wohnkultur zu leisten.
Dabei wurde die Idee geboren ein Faksimile der 1. Auflage zu produzieren. Dieser nun vorliegende Reprint wurde lediglich digital bearbeitet, ist inhaltlich identisch mit der Ausgabe von 1930 und orientiert sich auch in der Papierwahl so nah wie möglich am Original. Der wb.jung freut sich, Ihnen diesen Katalog nach 80 Jahren CIAM II inFrankfurt am Main wieder präsentieren zu können.
Taschenbuch: 270 Seiten
Reprint: mit freundlicher Genehmigung des Hochbauamtes Frankfurt am Main
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
Zu bestellen über den wb-jung.
